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Brasilien
Anlässlich eines Besuches von Bischof Dr. Reinhard Pünder,
Diözese Coroatá, in unserem Mutterhaus, sprach er die
Bitte aus, dass sich unsere Gemeinschaft auch durch personellen
Einsatz in seiner Diözese engagieren möge. Er bat unseren
Herrn Kardinal um seine Fürsprache. Im Dezember 1989 wurde
uns mitgeteilt, dass Herr Kardinal Friedrich Wetter es sehr begrüßen
würde, wenn wir diese missionarische Aufgabe übernehmen
könnten.
So flog die damalige Generaloberin mit einer Schwester, die bereits
Missionserfahrung hatte, nach Coroatá, um sich von der Notwendigkeit
dieses Einsatzes zu überzeugen. Coroatá ist die Bischofsstadt
des jungen Bistums, in dem sehr armen Bundesland Maranhao, dessen
Bewohner zum großen Teil Nachkommen ehemaliger Negersklaven
sind. Aus Brasilien zurückgekehrt, berichteten die beiden
Schwestern von ihren Eindrücken. Nach intensivem Gebet wurde
unserem Gründungscharisma entsprechend der Beschluss gefasst,
drei Schwestern auszusenden.
Die Aussendungsfeier fand am 19.07.1992 in der Jesuitenkirche
Landshut statt. Am 23.07.1992 flogen die Schwestern gut vorbereitet
und hoch motiviert nach Brasilien. Dort besuchten sie in der Hauptstadt
Brasilia einen dreimonatigen lnkulturationskurs, den die brasilianische
Bischofskonferenz für ankommende Missionare und Missionarinnen
eingerichtet hat.

Die Kinder brauchen eine Zukunft

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Die Schwestern begleiten und finanzieren heute noch zwei Kindergärten, in denen 275 Kinder in einem geschützten Raum spielen dürfen, geregelte Mahlzeiten bekommen, religiöse Erziehung erfahren, Grundlagen der Hygiene und Vorschulwissen vermittelt bekommen. 50 brasilianische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten in diesen Crechen und verdienen dabei ihren Lebensunterhalt. Eine neu angelegte biologische Acerolaplantage gibt 15 Familienvätern einen Arbeitsplatz, beliefert die Kindergärten und sorgt dafür, dass die Weiterverarbeitung der Früchte auf der Drogenfazenda möglich ist.
 
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Am 14. Mai 2006 hatten wir Solanusschwestern besonderen Grund zu danken und zu beten: Die junge Brasilianerin Jocélia wurde in Coroatá im Rahmen einer feierlichen Vesper ins Noviziat aufgenommen.



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Hauskrankenpflege |
Unsere Schwestern arbeiten
selbst in der Gesundheitserziehung und Hauskrankenpflege,
mit einem einheimischen Team zusammen. Ferner begleiten sie
die zeitweisen medizinischen Einsätze deutscher Ärzte.
Sie betreuen das Pfarrzentrum und sind bei weiteren Aufgaben
rund um die Ortskirche einfach da. Außer diesen wichtigen
Aufgaben ist es entscheidend, mit den Menschen zu leben, mit
ihnen Sorgen und Freuden zu teilen. |
Die Hauskapelle der Schwestern ist auch
Ort für Gebetsgruppen der Pfarrei. Die Kinder der ganzen
Umgebung kommen zum täglichen Rosenkranzgebet, an das
sich oft noch eine kurze Bibelauslegung anschließt.
Gerade für diese sehr armen Menschen ist es wesentlich
zu erfahren, dass sie wertvoll und von Gott geliebt sind.
Dieser Missionseinsatz ist für unsere Gemeinschaft von
großer Bedeutung und wird in der Heimat durch Gebet
und Arbeit mitgetragen.
Missionsbasar für Brasilien
Alljährlich - am ersten Adventswochenende - findet in der Kinderklinik in Landshut der Weihnachtsbasar zu Gunsten unserer Missionsstation Coroatá statt. Die Spendenerlöse werden für die Mission der Solanusschwestern in Brasilien verwendet.
Den genauen Termin entnehmen Sie bitte aus unserer Rubrik "Aktuelles". |
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