P.
Jakob Schauermann
(1880-1957)
Lebensdaten:
1880 wird er am 1. Oktober in Eger
geboren;
1906 in St. Anna, München, zum
Priester geweiht (als Franziskaner);
1911 gründet P. Jakob Schauermann den Bayer. Franziskanermissionsverein
in München.
Er gründet den Caritasverband und die Kath. Jugendfürsorge
in Landshut, ferner einen Verein für Säuglingspflege
und noch eine Reihe anderer sozialer Einrichtungen.
1921 errichtet P. Jakob Schauermann eine Missionsdruckerei für
die Zeitschrift „Antonius“ auf dem Gelände des
Solanushauses.
1926 gründet er mit 22 Franziskusschwestern die Kongregation
der Solanusschwestern und sorgt dafür, dass sie die kirchliche
Anerkennung erhält.
1957 verstirbt er am 1. Dezember und wird im Zentralfriedhof in
Wien begraben. Die Inschrift seines Grabsteines fasst die Problematik
seines Lebens zusammen:
"Kreuz war mein Teil - Kreuz war mein Heil."
Wie aus der Chronik hervorgeht, war P. Jakob Schauermann ein außerordentlich
engagierter Mann, der im Hinblick auf die Notwendigkeit des sozialen
und seelsorglichen Engagements seiner Zeit weit voraus war. Seine
vielen Aktivitäten waren ein Eingehen auf die Nöte der
Zeit; sie waren ein Wagnis. Dies führte auch dazu, dass seine
Non-Profit-Unternehmungen meist mit Defiziten endeten. Diese Tatsache
trug wohl dazu bei, dass er 1931 von seiner Provinz in den Banat
versetzt wurde. Diese Trennung, die ihm der Gehorsam auferlegte,
war hart.
Die Chronik enthält einen Brief an eine Mitschwester, wo
er schreibt: „Ich bin nicht krank und nicht gesund; altersmüde
und abgearbeitet — und doch voller Friede. Die Wege der Armut
im Geiste des Heilandes gehen, ist eine Freude, die man nicht beschreiben
kann. So geht man echte Franziskuswege.“
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