Landshut, 20.10.2017

 

Unser Gründer

P. Jakob Schauermann
(1880-1957)

Lebensdaten:

  • 1880 wird er am 1. Oktober in Eger geboren
  • 1906 in St. Anna, München, zum Priester geweiht (als Franziskaner)
  • 1911 gründet P. Jakob Schauermann den Bayer. Franziskanermissionsverein in München.
    Er gründet den Caritasverband und die Kath. Jugendfürsorge in Landshut, ferner einen Verein für Säuglingspflege und noch eine Reihe anderer sozialer Einrichtungen.
  • 1913 Verlegung der Zentrale des Missionsvereins nach Landshut.
  • 1914 Gründung des Caritasverbandes und der Kath. Jugendfürsorge in Landshut, ferner eines Vereins für Säuglingspflege und noch einer Reihe anderer sozialer Einrichtungen.
  • 1919 Gründung der Pflegerinnen und Fürsorgerinnenschule im Solanushaus mit den drei Ausbildungszweigen: Säuglings- und Kinderkrankenpflege, Krankenpflege und Fürsorgerinnenschule. Eröffnung des Säuglingsheimes, einer Einrichtung für gesunde und kranke Kinder; Anstellung des ersten niederbayerischen. Kinderarztes. Daraus entwickelte sich das Kinderkrankenhaus St. Marien in Landshut. Die Berufsfachschule für Kinderkrankenpflege besteht noch und ist die drittälteste dieser Schulen in Bayern.
  • 1921 errichtet P. Jakob Schauermann eine Missionsdruckerei für die Zeitschrift „Antonius“ auf dem Gelände des Solanushauses.
  • 1926 gründet er mit 22 Franziskusschwestern die Kongregation der Solanusschwestern und sorgt dafür, dass sie die kirchliche Anerkennung erhält.
  • 1929 Aussendung der ersten Solanusschwestern in die Chinamission
  • 1931 Versetzung in den Banat. Diese Trennung von all seinen Werken, die ihm der Gehorsam nun auferlegte, war hart. P. Jakob war ein außerordentlich engagierter Mann, der im Hinblick auf die Notwendigkeit des sozialen und seelsorglichen Engagements seiner Zeit weit voraus war. Seine vielen Aktivitäten waren ein Eingehen auf die Nöte der Zeit; sie waren ein Wagnis. Dies führte auch dazu, dass seine Non-Profit-Unternehmungen meist mit Defiziten endeten. Diese Tatsache trug wohl dazu bei, dass er von seiner Provinz in den Banat versetzt wurde.
    In der Chronik heißt es: "als P. Jakob versetzt wurde, waren viele Menschen in Landshut sehr traurig, überall wurden die Schwestern nach ihrem P. Jakob gefragt."
    Der damalige Stiftspropst, Graf v. Preysing, erzählte einer Schwester, er würde am liebsten zu Fuß zum Banat wandern, wenn er den Pater für Landshut wiederbekommen könnte."
  • 1957 verstirbt er am 1. Dezember und wird im Zentralfriedhof in Wien begraben. Die Inschrift seines Grabsteines fasst die Problematik seines Lebens zusammen:

    "Kreuz war mein Teil - Kreuz war mein Heil."
     
  • 2007 - Am 4.12.2007 kehrte er wieder nach Landshut zurück. Sein Grab ist nun am Hauptfriedhof.



    Nach über 50 Jahren ist es der Kongregation der Solanusschwestern durch glückliche Umstände gelungen, die Gebeine ihres Gründers, P. Jakob Schauermann OFM von Wien nach Landshut zurück zu holen. Eine Gedenktafel wird am Hauptgrab der Solanusschwestern angebracht.

    Am Dienstag, den 4. Dezember fand die Wiederbestattung von P. Jakob Schauermann im kleinen Kreis am Städtischen Hauptfriedhof statt; anschließend wurde ein Dankgottesdienst in der Hauskapelle der Solanusschwestern mit Herrn Domkapitular Monsignore Lorenz Kastenhofer, als Vertreter des H. H. Kardinals, in Concelebration mit P. Dr. Maximilian Wagner, dem Provinzial der Bayerischen Franziskaner und H.H. Dekan und Stiftspropst Bernhard Schümann als Vertreter der Stadtkirche und als Vorstand des Caritasverbandes Landshut gefeiert.

Wie aus der Chronik hervorgeht, war P. Jakob Schauermann ein außerordentlich engagierter Mann, der im Hinblick auf die Notwendigkeit des sozialen und seelsorglichen Engagements seiner Zeit weit voraus war. Seine vielen Aktivitäten waren ein Eingehen auf die Nöte der Zeit; sie waren ein Wagnis. Dies führte auch dazu, dass seine Non-Profit-Unternehmungen meist mit Defiziten endeten. Diese Tatsache trug wohl dazu bei, dass er 1931 von seiner Provinz in den Banat versetzt wurde. Diese Trennung, die ihm der Gehorsam auferlegte, war hart.

Die Chronik enthält einen Brief an eine Mitschwester, wo er schreibt: „Ich bin nicht krank und nicht gesund; altersmüde und abgearbeitet — und doch voller Friede. Die Wege der Armut im Geiste des Heilandes gehen, ist eine Freude, die man nicht beschreiben kann. So geht man echte Franziskuswege.“

 

Solanusschwestern

Schönbrunnerstr. 6
D-84036 Landshut
Telefon: 0871 /  9 22 18 90 
Fax: 0871 / 2 76 07 92

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